“Lokaljournalismus 2.0″ hieß das Thema des 8. Europäischen Journalistengesprächs. Illuster war die Runde m Podium. Unter anderem der Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung. Die Fragen des Abends war eigentlich ganz einfach: “Wie geht es mit den Zeitungen weiter? Wohin wird sich der Lokaljournalismus entwickeln?”

Die Antworten jedoch umso schwieriger. Der Stein der Weisen ist noch nicht gefunden. Jedoch ist eins klar, in Zukunft wird sich wohl noch mehr Lokaljournalismus im Internet abspielen. Doch ob gegen Gebühr oder ohne, für welche Zielgruppe nun genau, hier gibt’s doch durchaus unterschiedliche Ansichten. Auch auf die Frage wie man junge Leser gewinnen kann, gab es keine endgültige Antwort. Jedoch die Erkenntnis, dass der Auflagenrückgang bei den Tageszeitungen wohl hauptsachlich dem demografische Wandel geschuldet ist. Die Leser sterben einfach weg.

Ich denke auch in zehn und fünfzig Jahren wird es noch Tageszeitungen geben, genau wie Anzeigenblätter, Radiosender, Stadtmagazine, lokale Fernsehsender und Co. Doch die Karten werden nun neu gemischt. Nur wer jetzt schon einige Trümpfe im Ärmel hat, die er gekonnt ausspielt wird sich die Marktanteile der Zukunft sichern. Denn der “Kampf” um die Leser der nächsten Generation beginnt bereits jetzt. Die in zwanzig Jahren vierzig oder fünfzig sind, sind jetzt Jugendliche auf der Suche nach Orientierung in der Medienwelt. Sie werden auch dann die Medien so nutzen wie sie es jetzt lernen. Doch das heißt natürlich auch, jetzt bereits die Seele der Jugend im Lokaljournalismus zu berühren. Das gelingt noch nicht immer.